z. B. Diagnosen

·         F40.-  Phobische Störungen

·         F41.0 Panikstörung

·         F41.1 generalisierte Angststörung

·         F41.2 Angst und depressive Störung, gemischt

Behandlungskonzept

Das Konzept der Gelderland-Klinik zur Behandlung von Angststörungen integriert verhaltenstherapeutische, psychodynamische und bewegungstherapeutische Behandlungsmodule.

Angsterkrankungen gehen oft mit einem im Verlauf voranschreitenden Vermeidungsverhalten einher, wodurch die Betroffenen im Alltag und im Beruf zunehmend einschränkt sind. Verhaltenstherapeutische Behandlungsmodule ermöglichen, verloren gegangene wichtige Verhaltensmuster wieder zu erlangen. Schon während des Aufenthaltes in der Klinik sollte mit dem Üben begonnen werden. Dazu steht professionelle Hilfe im „Mentorentraining“ zur Verfügung. Die Eigeninitiative wird im „Selbstlerntreff“ gefördert.

Psychodynamische Behandlungsmodule ermöglichen nicht nur ein tiefes Verständnis der Angsterkrankung vor dem Hintergrund der eigenen Lebensgeschichte, sie machen die Erkrankung auch verständlich im aktuellen Beziehungsgefüge. Die Entwicklung neuer zwischenmenschlicher Verhaltensalternativen, die in der Gruppenpsychotherapie geübt werden kann, schafft oft die Möglichkeit, die Angsterkrankung nachhaltig zu überwinden.

Gerade bei Angsterkrankungen besteht oft eine enge Verbindung zwischen Gefühlen und körperlichem Empfinden. Angst geht meist einher mit Körperreaktionen wir schnellem Herzschlag, schneller Atmung, Schweißneigung und Schwindel. Die körperlichen Reaktionen lösen selbst wiederum Angst aus, wenn sie nicht zugeordnet werden können. Bewegungstherapie hilft dabei, wieder Vertrauen zum eigenen Körper und seinen natürlichen Reaktion zu entwickeln. Sie hilft auch, die eigenen Gefühle besser zu verstehen und von Körperreaktion zu unterscheiden.

Die Behandlung setzt sich aus Gruppentherapien und Einzelgesprächen zusammen. Für unser Behandlungskonzept ist der Austausch mit dem Behandlungsteam und den Mitpatienten, zu denen sich ein Vertrauensverhältnis entwickelt, von großer Bedeutung. Jedem Patienten ist daher ein Bezugsarzt, ein Bezugstherapeut und eine Bezugsgruppe von Mitpatienten zugeordnet. In einigen Fällen ist es sinnvoll, nur Einzeltherapie einzusetzen. In einem geringeren Umfang, insbesondere bei Paar- und Familiengesprächen werden auch systemische Behandlungsansätze genutzt. Entsprechend den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen verbessern wir unsere Behandlungsangebote fortlaufend.