Funktionsdiagnostik

Diagnostik

Klinisch-medizinische Diagnostik:
Wir bieten die übliche klinische Funktionsdiagnostik der Inneren Medizin und Neurologie an.
In Absprache mit dem gegenüberliegenden St. Clemens-Hospital können diagnostische Zusatzuntersuchungen durchgeführt werden. Darüber hinaus bestehen enge Kooperationen mit Neurologen und niedergelassenen Orthopäden, einer schmerztherapeutischen Ambulanz sowie mit allen anderen medizinischen Disziplinen.

 

Unter anderem werden zur diagnostischen Abklärung z. B. EKG, Sonographie, etc. durchgeführt

 

Was ist ein EKG?
Das normale Ruhe-EKG wird meist im Liegen angefertigt. Da es nur einige Sekunden dauert, kann man es auch bei Notfällen gut durchführen. Es treten nur wenig Artefakte auf, aber es kann auch nur eine beschränkte diagnostische Aussage gemacht werden.
Bei jedem Herzschlag entsteht im Herzen ein schwacher Strom mit einer Spannung von etwa 1/1000 Volt. Bei der Elektro-Kardiographie (EKG) werden diese elektrischen Aktivitäten des Herzens abgeleitet und in Form von Kurven aufgezeichnet. Es resultiert ein immer wiederkehrendes Bild der elektrischen Herzaktion. Elektrokardiographie bedeutet soviel wie Darstellung der Herzstromkurve.

 

Langzeit-EKG
Beim Langzeit-EKG geht es um die Diagnose bei Beschwerden, die nur ab und zu oder in bestimmten Situationen (paroxysmal) auftreten, z. B. manche Herzrhythmusstörungen oder Herzrasen bei Panikattacken. Der Patient trägt über 24 Stunden oder länger ein tragbares EKG-Gerät bei sich, um ein Langzeit-EKG auszuführen. Es wird meist über 2-3 Kanäle abgeleitet. 

 

Belastungs-EKG
Es wird unter Stress oder körperlicher Belastung gemessen. Beim Belastungs-EKG sitzt oder liegt der Patient beispielsweise auf einem Ergometer-Fahrrad, wobei das EKG bei einer körperlichen Leistung registriert wird, die über mehrere Minuten (20-30 min) ansteigt. So kann man z. B. eine unzureichende Durchblutung (Koronarreserve) des Herzmuskels bei Arteriosklerose der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit) feststellen und auch belastungsabhängige Herzrhythmusstörungen dokumentieren. Es können mehrere Artefakte auftreten, da der Patient sich bewegt/schwitzt und somit Messelektroden verrutschen.

   

Was ist eine "Sonographie"?
Ultraschallgeräte erzeugen Bilder des menschlichen Körpers mit Hilfe von Schallwellen. Die verwendeten Schallwellen liegen hierbei weit außerhalb des menschlichen Hörvermögens. Die Schallwellen werden von einem Schallkopf aus in den Körper gesandt. Im Körper kommt es an Grenzflächen zwischen unterschiedlichen Geweben zu einer Reflexion eines Teils der Schallwellen. Der Anteil der reflektierten Schallwellen ist abhängig von der Art und der Zusammensetzung der beteiligten Gewebe. Ein Teil der reflektierten Schallwellen wird hierbei zum Schallkopf zurückgeworfen ("Echo").
Der Schallkopf dient gleichzeitig als Empfänger der reflektierten Schallwellen. Aus der Reflektionsrichtung und der Zeitdauer zwischen Aussenden und Empfangen der Schallwellen berechnet ein Rechner das Schallbild. Dieses wird in Form unterschiedlicher Graustufen auf einem Monitor dargestellt. Treffen die Schallwellen im Körper auf Knochen oder Luftblasen ( z. B. im Magen-Darm-Trakt), so werden sie vollständig zum Schallkopf zurückgeworfen. Tiefere Strukturen können dann nicht mehr dargestellt werden. Die Ultraschalluntersuchung des Bauches wird daher um so erfolgreicher sein, je weniger Luft sich im Magen und in den Därmen befindet.

 

Klinisch-therapeutische Diagnostik:
Mit jedem Patienten wird ein ausführliches Erstinterview durchgeführt, je nach Indikation tiefenpsychologisch oder verhaltenstherapeutisch, wobei zusätzlich die Erhebung einer biographischen, psychosozialen und beruflichen Anamnese erfolgt.

Psychodiagnostik:
Bei jedem Patienten wird regelhaft eine test-diagnostische Einschätzung des psychosomatischen Krankheitsbildes, eine Persönlichkeitsdiagnostik zur Abschätzung auffälliger Erlebens- und Verhaltensbereiche sowie eine differenzierte Motivationsdiagnostik vorgenommen. Sofern eine neuropsychologische Beeinträchtigung, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen vorliegen und hier eine Testung zur Abklärung notwendig ist, wird eine Diagnostik im Gelderland-MVZ stattfinden. Am Ende wird die testdiagnostische Eingangsuntersuchung wiederholt, um durch die Behandlung stattgefundene Veränderungen zu erfassen und dokumentieren zu können.