Seelsorge

Allen Patienten und Mitarbeitern steht unser Klinikseelsorger, Herr Martin Naton zur Verfügung. Herr Naton ist katholischer Pastoralreferent, versteht seinen Dienst jedoch ökumenisch.

 

Im Laufe der Therapie geschieht es immer wieder, dass auch Themen des persönlichen Glaubens für den Einzelnen Bedeutung bekommen. In der Auseinandersetzung mit der aktuellen Lebenssituation, aber auch im Rückblick auf den bisherigen Weg stellen sich oft Fragen nach der persönlichen Gottesbeziehung, Fragen nach dem Sinn des Lebens, nach Abschied und Neubeginn, Beziehung und Trennung, nach Verantwortung und Freisein. Manchmal sucht jemand nach der Bedeutung von Schuld und Vergebung, sucht einen Weg, mit der Schuld zu leben, von ihr frei zu werden oder fragt sich, ob und wie es möglich ist, anderen zu verzeihen.

 

Manche, die nach dem Sinn des Glaubens fragen, erinnern sich dabei auch an schmerzliche Erfahrungen mit der Kirche und suchen nun nach einem Weg, die Bedeutung von Kirche für ihr Leben neu zu klären. Oft führt auch der Verlust eines nahe stehenden Menschen und die Trauer um ihn zur persönlichen Auseinandersetzung mit Sterben und Tod.

 

Der Seelsorger bietet sich in erster Linie als Gesprächspartner an. Im gemeinsamen Hineinhören in die bisherige Lebensgeschichte erschließen sich oft neue, heilsame Blickrichtungen und Einstellung. Dies geschieht häufig in Einzelgesprächen. Darüber hinaus gibt es auch regelmäßige Angebote zu thematischen Gesprächsrunden in der Gruppe.

 

Ein wöchentliches Meditationsangebot und Gottesdienste helfen zusätzlich, die Erfahrungen mit Gott und dem eigenen Glauben zu vertiefen und sie in das Suchen um eine mögliche Neuorientierung einzubeziehen.

 

Die Seelsorge stellt einen eigenständigen, vom therapeutischen Feld zu trennenden Bereich dar. Der Seelsorger achtet und respektiert die Grenzen zur Therapie und macht das den Patienten durch eine klare Rollenvorgabe transparent. So werden die Patienten darauf aufmerksam gemacht, dass die Gespräche mit dem Seelsorger unter Schweigepflicht stehen, dass er keinerlei Vorinformationen über sie hat und keinerlei Rückmeldung an das therapeutische Behandlungsteam gibt. Diese Trennung wird auch dadurch deutlich, dass der Seelsorger an keinerlei Teamsitzungen teilnimmt. Somit ist die Seelsorge ergänzend, Therapie unterstützend und für die Patienten absolut freiwillig.

 

 

 

Martin Naton
Martin Naton